Freiwillige Feuerwehr Eissendorf

Personenrettung aus Bunker

Auf der Anfahrt korrigiert die Übungsleitung jedoch den Einsatzort, es soll nun eine Kindertagesstätte in der Bissingstraße betroffen sein. Dort angekommen, erkundet unser Gruppenführer natürlich sofort die Lage mit seinem Melder. Zuvor hat er bereits einen ersten Einsatzbefehl gegeben, der Angriffstrupp folgt ihm unter Pressluftatmern während sich die restliche Fahrzeugbesatzung um Verteiler und Wasserversorgung kümmert. Außerdem muss ein aufgeregter Hausmeister beruhigt werden. Die Polizei ist bereits vor Ort und sichert gegen den fliessenden Verkehr ab.

 

Schnell wird klar, dass es sich um eine unübersichtliche Lage handelt. Der noch aus Kriegsjahren existierende, unterirdische Bunker ist allen Anwesenden gänzlich unbekannt. Nicht nur dessen Existenz unter dem Spielplatz einer Kindertagesstätte, sondern auch seinen Grundriss kennt hier niemand. Schliesslich ist dieses Bauwerk auch nicht für Jedermann zugänglich, der Haupteingang ist bereits zugemauert, lediglich ein Nebeneingang führt über eine Leiter zu einem etwa 1 Meter hohen Bunkereingang. Dies machte die Personenrettung unter PA letztendlich auch besonders schwierig und schweißtreibend.

 

Die Erkundungen ergaben, dass es tatsächlich nur noch diesen einzigen Eingang gibt, ein weiterer Trupp wird daher auch durch diesen Eingang zur Personensuche hineingeschickt. Es wurde vermutet, dass sich noch drei Personen in dem Gewölbe aufhalten sollen. Eine korrekte Rückmeldung und entsprechende Nachalarmierungen waren für unseren Gruppenführer Usus. Dieser ließ sowieso nichts unversucht: er versuchte über das Bezirksamt eine Grundrisskarte des Bunkers zu organisieren und versuchte über die Polizei feststellen zu lassen, ob die Vermissten nicht vielleicht doch sicher zu Hause waren. Eine Gegenüberstellung der Geretteten mit dem Hausmeister um festzustellen ob die Geretteten auch die Vermissten waren, gehörte ebenfalls dazu.

 

Nach einer entsprechenden Abschlussbesprechung hieß es dann aufräumen. Wer noch Lust hatte, konnte sich nun den Bunker noch einmal in Ruhe von innen ansehen bevor wir wieder nach Hause fuhren.

Besonderer Dank gilt allen Beteiligten, der Polizei, unseren Übungsinitiatoren und ganz besonders den eingesetzten Atemschutzgeräteträgern, die ein echt anstrengendes Training absolvierten.